Thomas Sabottka: Tremendista Buch im Softcover mit 340 Seiten im A5-Format
Manuel, der Protagonist des vorliegenden Romans, auf der Flucht vor seiner Vergangenheit in den Weiten der andalusischen Sierra gelandet, erinnert sich in Rückblenden an die zwei größten Liebesbeziehungen seines Lebens. Da ist Juliane, die große Jugendliebe an der Schwelle zum Erwachsenwerden, die Kindheit noch nicht ganz beendet. Voll grenzenloser Romantik, großer Träume und dem Glauben, dass diese Liebe unbesiegbar ist, ja ewig währt. Da ist Katja, die Frau seiner Träume, mitte Zwanzig, nachdem die vergangenen Jahre schon ihre Spuren hinterlassen haben und mit der das Glück endlich in greifbare Nähe gerückt zu sein schien. Die Erinnerungen an diese beiden Phasen seines Lebens sind voller Melancholie, voller Schönheit, voller Poesie, aber auch mit Schmerzen und Wut verbunden. Denn die Frage, die sich in der Gegenwart stellt lautet, warum diese beiden Lieben scheiterten. In poetischen Sprachbildern arbeitet Sabottka mit der durchaus ironisch gemeinten Metapher, dass das Leben im Grunde wie ein Stierkampf sei. Der Protagonist bewegt sich wie ein Matador in der Arena. Jede Liebe ist für ihn ein Kampf, bei dem es nicht darum geht, den Sieg zu erringen, sondern am Leben zu bleiben und vor allem eine gute Figur zu machen. Bis er eines Tages einen unbedachten Schritt macht und ihn der Stier auf die Hörner nimmt. Und in dieser Idee, dass das Leben, genau wie der Stierkampf, brutal, kitschig, leidenschaftlich ist und beide tödlich enden, liegt vielleicht auch die Erkenntnis des Scheiterns.
"Tremendista" folgt den Phasen einer Corrida (Tercios) und den Takten des Boleros gleichermaßen. Im ersten "Tercio" passiert noch nichts weltbewegendes, ist eine gewisse Naivität und der sichere Glaube daran, dass noch alles offen ist, noch die Chance des Sieges besteht, vorherrschend. Doch schon im zweiten "Tercio" werden die zugefügten Wunden blutiger und der dritte steigert sich, konsequenterweise zum tödlichen Finale. Wie der "Bolero" beginnt "Tremendista" leise, unauffällig, einschmeichelnd, um sich dann langsam anschwellend, immer lauter werdend, in einem explosiven, dramatischen Gewitter zu entladen, dass den Leser atemlos zurücklässt.
"Tremendista" bildet den fulminanten Abschluss der halb autobiografischen Trilogie, die mit "Play" begonnen und mit "Rewind" fortgesetzt wurde.
Pressestimmen:
"Wir brauchen Geschichten mit Feuer, Leidenschaft und neuen Ideen, neue Sichtweisen, neue Antworten, neue Phantasien. Und all das hat "Tremendista". Die Geschichte ist so gnadenlos echt, so entwaffnend ehrlich und sie beinhaltet, zumindest für meinen Geschmack, auch mal wieder unverklemmten und dennoch nicht in Plattitüten sich versteigenden Sex, der immer genau so lange dauert, wie guter Sex eben dauern muß... auch wenn es mal schlechter Sex ist. Qualitativ kann sich "Tremendista" darin durchaus mit den Werken seiner Zeit messen und wird, wenn es zu rechten Zeit am rechten Ort liegt, ganz groß rauskommen. Das wichtigste ist aber: "Tremendista" hat mich nachhaltig berührt. Wenige Romane können solches von sich behaupten :-) Und deshalb ... Lesen ... Ist wieder unglaublich trendy... Und richtig Motorradfahren ist auch nicht viel realistischer..." www.subkultur.com
"Thomas Sabottka lässt uns am Leben von Manuel teilhaben, als stünden wir daneben. Sein Schreibstil ist plastisch, emotional und nachfühlbar. Lange kein so hervorragendes Buch gelesen, mit dessen Hauptcharakter man sich gleich identifizieren kann. Man steigt in die Gedanken voll ein, ohne dass man sich in eine fiktive Lage versetzt fühlt. Tremendista ist wie das Leben. Die erste Liebe, die Wendeerlebnisse und die weiteren Etappen von Manuel könnten unsere sein; sind teilweise sogar die unseren. Mit jedem Wort sagt man sich "so war es, so ist es, so wird es sein". Fazit: Eine absolute Kaufempfehlung." www.schwarzes-leipzig.net
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